Weltladen

Gladenbach

 

Marktplatz 3, BSF-Zentrum

Telefon: 06462 915885

 

Fairer Handel

 

 

"Der Faire Handel ist eine Handelspartnerschaft, die nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte Produzenten und Arbeiter leistet der Faire Handel einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung." (Internationale Definition des Fairen Handels, abgestimmt im Jahr 2001 zwischen allen Akteuren des Fairen Handels)

 

Der Faire Handel ist in den 1960er Jahren entstanden und hat sich im Laufe der Zeit zu einer weltweiten Bewegung entwickelt. Heute beträgt der Umsatz mit fair gehandelten Produkten allein in Deutschland über 100 Mio. Euro pro Jahr.

Von den herrschenden Weltmarktstrukturen profitieren viele. Auf der anderen Seite steht die wachsende Zahl von Produzenten (vor allem auch im Süden unseres Planeten), die immer mehr marginalisiert werden und kaum ihre Grundbedürfnisse befriedigen können - Waren sind oft deshalb so billig, weil die Produzenten und die Natur ausgebeutet werden.

 

"Fairer Handel" und andere Initiativen, die sich auch international vernetzt haben, wollen dagegen Zeichen setzen. Ein alternatives Handelssystem soll Produzenten im Süden einen anderen, direkten Zugang zu den Märkten in den reichen Staaten eröffnen und durch faire Preise bei uns bessere Bedingungen schaffen.


Einige Eckpunkte des Fairen Handels:

  • Zwischenhandel und Spekulation sollen ausgeschaltet werden.
  • Preise werden „fair gestaltet“, so dass die Grundbedürfnisse der Produzenten und die Produktionskosten gedeckt werden und Spielraum für Investitionen in Entwicklung bleibt.
  • Um einer Verschuldung der Produzenten vorzubeugen, wird ein Großteil des Warenwerts vorfinanziert.
  • Hinzu kommen Beratung und der Aufbau langfristiger Kontakte und Verträge.
  • Zum „Fairen Handel“ gehören auch annehmbare, vor allem auch umweltverträgliche Produktions- und Arbeitsbedingungen,
  • der Blick auf die Schaffung von Arbeitsplätzen,
  • die Verarbeitung der Waren nach Möglichkeit in der Region,
  • die Bemühung um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Produktion für den heimischen Markt und den Exportmarkt.

 

 

Die Vertragspartner im Norden übernehmen Information und Marketing, betreiben „Lobbyarbeit“, informieren die Partner im Süden über Markttendenzen. Zusätzlich leisten sie oft auch Finanzierungs- und Ausbildungshilfe.

 

Insgesamt hat der Faire Handel in Deutschland nur einen verschwindend kleinen Anteil am allgemeinen Konsum. Aber: Trotz dieses geringen Anteils verbessert der Faire Handel aber die Lebensbedingungen von hunderttausenden Kleinproduzentinnen und -produzenten.

Zudem ist mit dem Fairen Handel die politische Arbeit verknüpft. Verschiedene Initiativen des Fairen Handels haben sich zu gemeinsamen Projekten zusammengeschlossen und starten verschiedene Kampagnen.

 

Fairer Handel ist keine Alternative zum Weltwirtschaftssystem, sondern versucht, die Notwendigkeit von Alternativen aufzuzeigen.
Der Weltladen Gladenbach versucht das zum einen mit den Produktinfos im Ladenverkauf. Der Verkauf ist nicht nur wichtig, um Lebensbedingungen konkret zu verändern, sondern auch um Infoarbeit zu leisten (was z.B. eine Supermarktkette wie „tegut…“ nicht leistet). Andererseits gibt es Veranstaltungen und Ausstellungen. Damit soll ein Forum für die entwicklungspolitische Auseinandersetzung geboten werden, das sich auch auf die Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen bezieht.

 

 

 

 

 

 


 

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                                                                                  E-Mail: ev-pfarramt1-gladenbach@gmx.de