Martinsfest

an der Martinskirche Gladenbach

am 22. August 2010

 

 

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Während ich diesen Bericht schreibe, gießt es in Strömen und ich halte einen Augenblick ein, um unserem „obersten Schirmherrn“ für das schöne Wetter zu danken: Gott sei Dank durften wir ein wunderschönes Fest in unserem Kirchgarten anlässlich der Wiedereinweihung unserer Martinskirche nach den umfänglichen Renovierungsarbeiten feiern! So leuchteten die Sonnenblumenblüten der Tischdekoration mit dem Himmel und der Freude der Festgemeinde um die Wette, während wir das hervorragende Essen vom Partyservice Ute Cieslar genossen, den Liedern des Gesangvereins lauschten, die Kinder unter Anleitung von Frau Irene Hartmann, unserer Kindergartenleiterin, sich an ihrem Spielprogramm erfreuten. Angefangen hat es mit dem Aufbau der Tische und Bänke schon am Samstag ab 13.00 Uhr. Das neue Zelt unserer Jugend wurde für die Essensausgabe unter fachmännischer Leitung von Daniel Thome auf dem Parkplatz aufgebaut. Das Spülmobil der Stadt Biedenkopf wurde fit gemacht und der Kühlwagen für die Getränke rollte an. Die Kette mit den Kirchenwimpeln wurde zum Schmuck zwischen den  Bäumen aufgehängt.

 

 

Mit einem festlichen Kirchspielgottesdienst wurde das Martinsfest um 10.00 Uhr eröffnet. Pfarrer Herbert Volk predigte zu dem Wort aus Psalm 26,8: „Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt.“ Er erinnerte zunächst an die vielen Bekenntnisse, die er in den sechs Jahren der Sanierung immer wieder von unterschiedlichsten Menschen gehört hat, die mit unserer Martinskirche ihre ganz persönliche Erlebnisgeschichte haben. „Eine Solidargemeinschaft der Liebe“ ist in der Stadt Gladenbach während der Bauphase gewachsen: Chöre und Vereine und viele Einzelspender haben auf unterschiedliche Weise dazu beigetragen, dass der Eigenanteil von 130.000 Euro gesammelt werden konnte. Vielfältige Aktionen sind mit viel Engagement ausgedacht und durchgeführt worden, federführend durch den „Aktionskreis Martinskirche“, der dazu vom Kirchenvorstand beauftragt worden ist. Einen Höhepunkt bildete der Sponsorenlauf unter der Regie von Pfarrer Klaus Neumeister, dessen Erlös zur Hälfte für das Schwimmbad Nautilust und zur anderen Hälfte für die Martinskirche bestimmt war.

Die Renovierung der Martinskirche erlaubte eine große Öffnung der evangelischen Kirchengemeinde Gladenbach hinein in die Stadt, so dass sie zum Herzensanliegen von vielen Bürgerinnen und Bürgern wurde. Vielleicht auch deshalb, weil die Martinskirche in unserer Stadt ein Ort ist wie kein anderer, ein Gebäude, das herausgenommen ist aus einer verzweckten Funktionalität .Viele haben es kapiert, für diese 800 Jahre alte Kirche gilt das sonst gültige Diktat nicht: Unterhaltung und Instandsetzung eines Gebäudes müssen sich rechnen. Ohne die Martinskirche würde unserer Stadt der Ort fehlen, an dem Gottes Ehre wohnt und an dem wir uns von Gottes Gegenwart beschenken lassen können in Zuspruch und Anspruch, durch Gottes Wort und Sakrament. Deshalb ist die Martinskirche ein Haus für den Segen, wenn Menschen ihr Weinen und ihre Tränen vor Gott bringen können wie auch ihren Jubel und ihre Freude.

 

         

 

Was wäre ein Festgottesdienst ohne Musik? So gestaltete der Frauenchor TonArt unter der stellvertretenden Leitung unseres Kantors Burghardt Zitzmann und der Männergesangverein unter der Leitung von Herrn Hans-Joachim Scholz diesen Gottesdienst mit. Grußworte überbrachten für den Landkreis Herr Helmut Wege, für die Stadt Gladenbach Herr Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim und für den Dekanatssynodalvorstand Herr Dekan Matthias Ullrich. Ein besonderer Dank ging an unsere Küsterin Claudia Nowakowski für die vielen zusätzlichen Dienste, die mit einem Blumenstrauß und einem Essensgutschein von Pfarrer Volk bedacht wurde. Er ließ es sich auch nicht nehmen, Herrn Adolf Bellersheim, dem ehemaligen Vorsitzenden des Gewerbevereins Gladenbach, für sein unermüdliches Engagement zugunsten der Martinskirche mit ‚flüssigen Blumen‘ zu danken, wie auch Herrn Architekt Wolfgang Schäfer für die überaus kooperative Zusammenarbeit. Für die anwesenden Handwerker und Ehrengäste gab es Essensgutscheine gratis, da Pfarrer Volk eine Sponsorin für das Martinsfest aufgetan hatte. Außergewöhnliche Orgelklänge eröffneten und beschlossen den Gottesdienst durch Kantor Burghardt Zitzmann, der auch die Liturgie und den Gemeindegesang wie immer virtuos begleitete.

 

            

 

Es gäbe noch vieles zu berichten. Zwei Streiflichter seien noch erlaubt. Mit viel Elan versteigerte Pfarrer Volk das getöpferte Kirchenmodell der Martinskirche, das uns als Spardose gedient hatte, an Frau Elisabeth Göttsche für 284,50 Euro. Zum Schluss ließen sich Groß und Klein italienisches Eis schmecken, das frisch aus Lollar im Eiswagen zum Kirchhof gebracht wurde. Eis oder eine Tasse Kaffee mit extra für dieses Fest gebackenen Plätzchen in Kirchenform ergänzten unsere festlichen Menüs.

 

 

 

Bleibt mir nur noch, ein ganz dickes Dankeschön an alle zu richten, die vor, während und nach dem Martinsfest mitgeholfen haben, so dass das Fest gelingen konnte.

 

Irmgard Volk

 

 

 

 


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