Frauenfrühstück im Gemeindehaus Blankestein

am 04. Februar 2012

 

 

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„Brauchen Frauen Schokolade?“

 

Was für eine provozierende Fragestellung! Oft fühlt man sich als Frau ja geradezu genervt, dass es einem schon wieder nicht gelungen ist, zu widerstehen: eine ganze Tafel ist alle, obwohl man nur einen Riegel essen wollte. Leider nützt auch nachträglich kein schlechtes Gewissen. Der sinkende Serotoninspiegel im weiblichen Zyklus macht uns anfälliger als die Männer und den kann man unkompliziert mit Schokolade wieder anheben. Sei´s drum! Mit einer kleinen Übung zeigte uns die Referentin Heidrun Becker vom Dekanats-Frauen-Team, wie wir uns bei Heißhunger auf Süßes selbst überlisten können. Wir probierten es gleich aus. Alle Besucherinnen legten sich ein Stückchen Schokolade von der Dekoration auf den Handrücken. Jetzt galt es erst einmal mit der Nase den schönen schokoladenen Duft zu genießen, ehe eine kleine Ecke abgebissen werden durfte. Es ging bei diesem Versuch um das bewusste Genießen ohne Selbstvorwürfe. Nachdem wir in die Geschichte der Verwendung der Kakaobohnen eingeweiht wurden, stand die Information über die Anbauweise und Ausbeutung der Plantagenarbeiter in Afrika an. Aus Unwissenheit über die Gefährlichkeit der verwendeten Chemikalien und Geräte lassen Eltern ihre Kinder schon früh mitarbeiten. Schokolade ist auch deshalb zu einem Massenprodukt geworden, weil die Plantagenarbeiter finanziell ausgebeutet werden. Teurere Schokolade hat einen aufwändigeren Herstellungsprozess, der zudem mehr Zeit braucht. Der niedrige Preis für den Rohstoff fällt hingegen und bringt besonders auch die Kleinbauern um ihren verdienten Lohn. Die Aktion „Fairtrade“ versucht Abhilfe zu schaffen.

 

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Deshalb bekam das vorbereitende Team auch eine bunte Mischung von Schokoladentafeln aus unserem Weltladen als kleine Anerkennung für sein Engagement. Dekoration und Büffet ließen keine Wünsche offen im Jubiläumsjahr. 20 Jahre lang werden Frauen zweimal jährlich zu einem besonderen Frühstück  in der Kirchengemeinde Gladenbach eingeladen. Schokolade in Maßen genossen wirkt wie Medizin und wurde zunächst in Apotheken gehandelt. Und sie erinnert uns an wohlige und entspannende Zeiten in der Kindheit, wenn wir mit einer warmen Tasse Kakao uns geborgen fühlten. Wir dürfen sie auch heute genießen und unserem Gott danken für Kakaobohnen und Schokolade, für die Natur und unser Leben, unsere Fähigkeit zum Genuss. Gott hat den Kakaobaum geschaffen und den Menschen Ideen geschenkt die Bohnen so zu behandeln, dass wir mit unseren Sinnen ein Schokoladenstück oder eine Tasse Trinkschokolade genießen können.

 

Irmgard Volk

 

 

 

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